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Vereinshistorie

21. Januar 1877       Erste Versammlung

 

„Pflege und Förderung des Turnens und durch dasselbe Stärkung des Körpers und des Geistes. Ordnung, Sittlichkeit, Berufstreue und Brudersinn sind als Bürgschaften eines schönen Zusammenlebens im Verein zu betrachten und zu überwachen”.

 

Das waren die Beweggründe einen Turnverein zu gründen.
In der ersten Versammlung wird J. Ahrweiler als provisorischer Vorstand gewählt und am 4. März 1877 einstimmig bestätigt. Die Satzung hielt den Zweck des Vereins wie folgt fest:
Die Aufnahmegebühr betrug 1 Mark, der monatliche Mitgliedsbeitrag wurde auf 30 Pfennig festgesetzt. Da der junge Turnverein noch keine Halle hatte, turnte man auf dem Hof des „Badischen Hofs” und im Winter stellte Bürgermeister Fischer die „Raben-Scheune“ zur Verfügung.

21. Januar 1877 Erste Versammlung
 
 
14. Oktober 1883       Einweihung der ersten Turnhalle

Das Sitzungsprotokoll vom 24. Juli 1883 vermerkt, dass der Gemeinderat „sämtliches zur Erbauung der Turnhalle benötigtes Holz sowie einen Beitrag von 20 Mark zu den Aufstellungskosten bewilligt.” Mit einem „Anlehen” in Höhe von 300 Mark wurde der Bau finanziert. Die Freude an der neuen Halle währte jedoch nicht lange. In einer Januarnacht des Jahres 1884 zerstörte ein Sturm das Werk. Doch die Zeller Turner ließen sich nicht davon entmutigen: Im Frühjahr hatte man das Geld für den Wiederaufbau dank Spenden und Darlehen zusammen. Über 40 Jahre diente die Turnhalle dem Turnbetrieb. 

 

 

3. Oktober 1897       Schauturnen

„Schauturnen” des TV Zell. Der Ertrag diente der Anschaffung einer Vereinsfahne.

3. Oktober 1897 Schauturnen
 

 

21. August 1898       Die Vereinsfahne wird geweiht

Bei Wettkämpfen und Meisterschaften, an Turnfesten auf  Gau- oder Landesebene beteiligten sich die Zeller Turner stets mit stattlicher Teilnehmerzahl. Stolz war man auf das „würdige Symbol”, die Vereinsfahne, die am 21.8.1898 feierlich geweiht wurde.

21. August 1898 Die Vereinsfahne wird geweiht
 

 

1903       Theater „Czaar und Zimmermann”

Die Theaterabende im Turnverein haben langjährige Tradition. Dabei gingen die Altvorderen mit einer erstaunlichen Portion Selbstbewusstsein zu Werke. So wurde die Oper von Albert Lortzing 1903 aufgeführt. 1907 traute sich der Verein mit großem Erfolg an eine Opern-Parodie (Der Freischütz). Der „Drei-Königs-Feiertag” wurde bald zum Inbegriff unterhaltsamer Theateraufführungen.

1903 Theater „Czaar und Zimmermann”
 
 
1903       Stiftungsfest

Der Turnverein feierte das 25-jährige Stiftungsfest und beim Kreisturnfest in Heidelberg konnte in der Vereinsriege der 1. Preis errungen werden. Zell a. H. empfängt 1903 die OrtenauerTurner zum 4. Gauturnen.

1903 Stiftungsfest
1903 Stiftungsfest
 
 
1925       Erste Erweiterung der Turnhalle

Die vielen Neuzugänge in den zwanziger Jahren erforderten eine entsprechende Vergrößerung der Turnanlagen. Der Neubau kostete den TV Zell 5.274,31 Mark. Am 1. Oktober 1925 veranstaltete der TV in der neuen Turnhalle ein Schauturnen.

1925 Erste Erweiterung der Turnhalle
1925 Erste Erweiterung der Turnhalle
 

 

1939       2. Weltkrieg macht Turnen unmöglich

Als 1939 Hitlerdeutschland den Krieg beginnt, werden die Männer eingezogen. Ein Turnbetrieb findet nicht mehr statt.

1939 2. Weltkrieg macht Turnen unmöglich
 
 
1942       Der TV Zell existierte praktisch nicht mehr

Die Turnhalle war bereits bei Kriegsausbruch von der Wehrmacht beschlagnahmt worden. Ende 1942 richtete die Firma Prototyp eine Fabrikationsstätte für rüstungswichtige Güter in der Turnhalle ein. Die herangezogenen Zwangsarbeiter werden in den nahen Baracken entlang des Fußballplatzes untergebracht. Nach dem Krieg hebt die französische Militärregierung die bestehenden Vereine auf, so dass der TV Zell a. H. somit praktisch nicht mehr existierte. 
1947 genehmigt sie einen „Verein für Leibesübungen“, in dem Fußball, Turnen, Schwerathletik und Tennis als Abteilungen vereinigt sind. Zum Vorsitzenden wird Tierarzt Dr. Alfred Gropp bestimmt.

 

 

19. November 1949       „Wiedergründung”

Der TV Zell gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den ersten Vereinigungen, die „wiedergegründet” wurden. Einer der Initiatoren und treibenden Kräfte in jener schwierigen Zeit des Wiederaufbaus war August Harter. Er wurde vom langjährigen Oberturnwart Josef Wöller bei der Gründungsversammlung besonders bedacht: „...dass wir diesen Abend vor allem August Harter zu verdanken haben, der den Grundstein legte für den heutigen Neuaufbau (...). Weiter hob er lobend hervor: „...dass August Harter von allen Turnfesten mit ersten Preisen heimkehrte!”

19. November 1949 „Wiedergründung”
 
 
1950       Mühsamer Neuanfang

Nach langjähriger Pause feierte der TV im „Löwen” wieder einen Turnerball unter dem Motto „Einst und jetzt”. Ansonsten musste der TV Zell, wie viele andere, ganz von vorne anfangen. An Turnern, Turnerinnen und Schülern war zwar eine ganz ansehnliche Zahl vorhanden. Beauftragte des Vereins gingen jedoch von Haus zu Haus, von Familie zu Familie, um passive Mitglieder zu werben.

 
 
1952       75-jähriges Jubiläum

Hans Rubi wurde 1952 neuer Vorstand. In diesem Jahr konnte der TV sein 75 jähriges Jubiläum feiern. Mit Blick auf die „Wiedergründung” lobte der Bürgermeister beim Festakt: „Immer wieder waren Männer da, die die Fahne hochhielten”! 
Der Vertreter des Ortenauer Turngaues wünschte: „In unseren Turnhallen herrscht kein Kastengeist, es wird Kameradschaft und Gemeinschaftsgeist gepflegt, wir wünschen europäische Verständigung, Ruhe und Frieden im Land!”

 
 
30. Oktober 1954       Der Zug der Zeit

„Eine besondere Freude und Genugtuung bot der Anblick der Jugend, die in schöner Eintracht und so frisch und froh ihr Können zeigte. Hier ist also noch eine Stätte, wo Zucht und Ordnung, Stählung des Körpers und des Willens gepflegt werden. Ein inneres „Gott sei Dank“ entringt sich da dem Herzen der Menschen, die mit Sorge den immer mehr um sich greifenden Zug der Zeit beobachten, wie weite Kreise sich verweichlichen und der Bequemlichkeit Tür und Tor öffnen...”

… schrieb der TV-Berichterstatter nach dem gemeinsamen Saalturnen der Turnvereine Zell und Unterharmersbach in der „Schwarzwälder Post”.

 
 
1959       Ausbau der Turnhalle

In den fünfziger Jahren hatte der TV eine rasante Aufwärtsentwicklung erfahren und der Verein musste die Räumlichkeiten den Erfordernissen eines modernen Vereins anpassen.

1959 Ausbau der Turnhalle
1959 Ausbau der Turnhalle
 
 
1961       Turnhalleneinweihung

Nach fast zweijähriger Bauzeit wurde am Dreikönigstag 1961 die neue Turnhalle eingeweiht. Vorstand Hans Rubi und seine Mitglieder hatten eine anstrengende Zeit hinter sich: Viele  Helfer des Vereins arbeiteten während der Baumaßnahme oft bis spät in die Nacht. Der Heizungskeller musste von Hand ausgegraben werden. Nach Beendigung konnte fortan auch die Schule die Räume und Geräte für den Sportunterricht nutzen.
Der Bezug einer neuen Halle wurde 1961 zum Anlass genommen, die Kunstturnmeisterschaften des Turngaus Ortenau nach Zell zu holen. Am Seitpferd holte sich Peter Armbruster vom TV Zell den ersten Preis. Hans Damm vom Nachbarturnverein Unterharmersbach kam mit seiner Übung am Reck gleichfalls auf Rang 1.

 
 
3. bis 6. Juni 1977       100 Jahre Turnverein 1877 e.V. Zell a. H.

Der TV Zell wusste sein Jubiläum zu feiern. Unter Vorstand Werner Kopf wurde vier Tage lang mit einem großen Rahmenprogramm gefeiert.

 

Freitag:

Festbankett in der Ritter-v.-Buß-Halle

 

Samstag:

Kunstturnwettkampf

Mit dabei waren die Riegen vom Gau Elsass Nord, Ortenauer und Breisgauer Turngau. 
Ein bunter Festabend mit den Fidelen Ortenauern und turnerischen Einlagen im Festzelt rundeten den Tag ab.

 

Sonntag:

Festgottesdienst, Frühschoppenkonzert
Turnnachmittag der Kinder und Festabend mit Ludwig Junkert’s Big Band.

 

Montag:

Ausklang beim Bockbierfest mit den Bergvagabunden. 

 

 

 

8. März 1982       Gründung der Skiabteilung

Übungsleiter Hans Willmann bot schon seit 1967 Skifreizeiten an. Hans Palmer organisierte Fahrten über den Gau. Reinhard Schwendenmann machte 1982 mit der vereinseigenen Skiabteilung den Knopf drauf: Am 8. März schrieb er dem Zeller Turnverein: „...ich wäre daran interessiert, dass im hiesigen Verein eine Skiabteilung gegründet wird.” Er erkläre sich bereit, die Leitung zu übernehmen. Ihm zur Seite ständen seine Frau Ottilie als Kassenwartin und Johannes Willmann und Oliver Mahne als ausgebildete Ski-Übungsleiter.

8. März 1982 Gründung der Skiabteilung
 
 
1983 bis 1991       TG Zell-Gengenbach

Sowohl in Zell als auch in Gengenbach gab es einige Turntalente. Um diese entsprechend zu fordern und zu fördern wurde eine Turngemeinschaft gegründet. Unter der Leitung und Peter Armbruster (Zell) und Fritz Klipfel (Gengenbach) wurden neben den üblichen Pflichtübungen auch Kürübungen einstudiert und gemeinsame Wettkämpfe bestritten. Während dieser gemeinsamen Zeit entwickelten sich starke freundschaftliche Bande, die bis heute Bestand haben.

 

 

Dezember 1985       Nikolaus

Auch der Nikolaus erfreute sich immer wieder am Zeller Turnverein, weil dort so viel Energie für die Jugendlichen der Start investiert wird. Aber auch für die älteren Turnvereinsmitglieder, die den Grundstein hierfür gelegt haben hat der Nikolaus nicht vergessen.

Dezember 1985 Nikolaus
 
 
Mai 1987       Deutsches Turnfest Berlin

„Turnen verbindet!“ Das Echo auf diesen Appell des DTB war überwältigend. Über 100.000 Turnerinnen und Turner aus allen Teilen der Bundesrepublik trafen sich beim 27. Deutschen Turnfest. Mit dabei: knapp 40 Aktive des Zeller Turnvereins. 
Im Wahlwettkampf erreichten Christoph Armbruster den 5. und Reiner Wegner den 26. Platz. 

 
 
Juni 1987       TV Zell unter den Mitgliederstärksten Vereinen

574 Mitglieder verzeichnete die Vereinsstatistik im Mai 1987, womit der TV Zell a. H. zu den mitgliedstärksten Vereinen im Ortenauer Turngau zählte.

 

 

26. September 1987       110-Jahr-Feier

Herausragendes Ereignis der 110-Jahr-Feier war der Staffellauf „110 x 100 Meter” von Gengenbach nach Zell. Die Strecke wurde in einer Zeit von nur 24,42 Minuten zurückgelegt. 
Vorstand Hans Palmer und seine Mitglieder lassen ihren Turnverein zum 110-Jährigen mit einem besonderen Programm hochleben.

26. September 1987 110-Jahr-Feier
 
 
1990       Deutsches Turnfest Bochum

Durch das stets geschlossene Auftreten und das von Marta Armbruster für die ganze Mannschaft angefertigte Erkennungszeichen „Das Strickkäpple”, wurde der Zeller Turnverein auf der Festmeile bekannt. Bekannt wurde der TV Zell durch spontan initiierte „Hasenrennen” mit oft mehr als 100 Teilnehmern. An den darauffolgenden Turnfesten wurde man als Träger des „Strickkäpples” oft von Fremden angesprochen: „Du bist auch aus Zell a.H., nicht wahr?” 
Unter 4000 Teilnehmern erreichten beim Wahlwettkampf Reiner Wegner den 145. und Christoph Armbruster den 169. Platz.

 

 

1992       TG Zell-Unterharmersbach

Unter Übungsleiter Winfried Schwarz und Rainer Kuderer (TV Zell) und Klaus Steinborn und Josef Hertig (TV Unterharmersbach) wurde die TG Zell-Unterharmersbach ins Leben gerufen, um auch die jungen Turner ab 6 Jahren zu fördern. 
Im Jubiläumsjahr wurde dann einer der größten Erfolge erturnt. Die Jugendmannschaft erreichte im Landesfinale in Tauberbischofsheim den 6. Platz.

1992 TG Zell-Unterharmersbach
 
 
1993       In Sachen Stimmung die Besten!

Die Zeller Turner traten stets mit Strickkäppchen (Erklärung siehe 1990, Bochum) zur Siegerehrung an. Bei der Siegerehrung der Gauliga B tröstete der Gauvorsitzende Thomas Stampfer die Zeller Turner, die wieder einmal „nur” den 2. Platz erreichten mit den Worten: „Ihr seid zwar wieder nur Zweiter geworden, aber in Sachen Stimmung seid ihr wie immer die Besten.”

 

 

15. bis 22. Mai 1994       Deutsches Turnfest Hamburg

74 Turner/innen des TV Zell nahmen an den zahlreichen Turnfest-Wettkämpfen in Hamburg teil.
Einen nicht ganz freiwilligen Gag erlebte die Freitags-Männer-Riege: Ursprünglich nur für einen lustigen (und leichten) Fitness-Test gemeldet, durchkreuzte ihr Übungsleiter schonungslos den Traum von mühelosen Hamburgtagen! Er meldete heimlich den Fitness-Test in einen Vereinstriathlon um! Ausgerüstet mit Augenklappe, Piratenkopftuch und Trommel enterte seine Mannschaft mehr oder weniger freiwillig die Schlauchboote - und landete mit Bild prompt in der Hamburger Tagespresse. Beim Wahlwettkampf erreichten Christoph Armbruster den 28. und Manfred Wegner den 42. Platz.

15. bis 22. Mai 1994 Deutsches Turnfest Hamburg
 
 
26. Oktober 1996       Eine Stadt - Zwei Turnvereine

Bereits zum 3. Mal präsentieren sich die zwei Turnvereine TV Zell und TV Unterharmersbach mit einem buntem Programm der Bevölkerung. Ganz nach dem Motto „Turnen verbindet”.

 

 

1995       Gründung der Volleyball Abteilung

Seit 1990 wurde im Turnverein Volleyball gespielt. Unter der Leitung von Martin Rumpel wurde die Abteilung ausgebaut und im Jahre 1995 als eigenständige Volleyballabteilung im Verein weitergeführt.

1995 Gründung der Volleyball Abteilung

 

 

18. Juni 1998       Spatenstich für den Hallen Neu- und Umbau

Dem wachsenden Turnverein „mehr Raum geben” war das Ziel. 
Der TV Zell hatte den Turnkameraden und Architekt Peter Ruff mit der Planung beauftragt. Als langjähriger aktiver Turner und später als Oberturnwart tätig, war er mit den Bedürfnissen des Turnvereins bestens vertraut. Hand in Hand mit vielen ehrenamtlichen Helfern des Turnvereins entsteht in vielen Arbeitsstunden und schlaflosen Nächten eine moderne Sportstätte. 
Das Bauvorhaben umfasste den Bau eines Geräteraumes, die komplette Erneuerung des Sanitär-, Dusch- und Umkleidebereiches sowie der Bau einer Gymnastikhalle. 
Da die alte Halle nun nicht mehr zu der schönen neuen Halle passte wurde dann auch noch gleich die alte Halle grundrenoviert.

18. Juni 1998 Spatenstich für den Hallen Neu- und Umbau

 

 

26. März 1999       Richtfest

Der Bau der neuen Halle entwickelte sich. Der Rohbau vermittelte einen ersten Eindruck über die Größe der zukünftigen zweiten Halle.

26. März 1999 Richtfest

 

 

21. Juni 2000       Grundsteintafel

Die von Hilde und Hans Willmann gefertigte und gestiftete Grundsteintafel wird in einer kleinen Feierstunde gesetzt.

21. Juni 2000 Grundsteintafel

 

 

24. Juni 2001       Turnhallen-Einweihung, „Tag der offenen Tür”

Mit einem „bombastischen Einweihungssonntag” feierte der Turnverein den gelungenen Um-, An- und Neubau seiner Sportstätten. Mit Stolz blicken die Vereinsmitglieder auf den funktionellen Geräteraum sowie die modernen Sanitär- und Umkleideräume. Der großzügig gehaltene Außenbereich trägt seinen Teil zum Wohlbefinden auf dem Sportgelände des TV Zell bei.
Am „Tag der offenen Tür” präsentierte sich der Turnverein bei strahlendem Sonnenschein der Öffentlichkeit, mit einem gigantischen Rahmenprogramm, bei dem in viertelstündig angesetzten Programmpunkten die gesamte Vielfalt des Turnsports auf verschiedenen Bühnen und Aktionsflächen gezeigt wurde. Die zahlreichen Gäste und Besucher waren sichtlich begeistert.

24. Juni 2001 Turnhallen-Einweihung, „Tag der offenen Tür”

 

 

18. - 25. Mai 2002       31. Turnfest Leipzig

250.000 Menschen besuchten die vielen Veranstaltungen, Galas, Shows und andere Events. 
70.000 Mal wurden die vielfältigen Mitmachangebote wahrgenommen. 
Ein Renner war die Turnfest-Akademie. 6.500 Personen haben die 21.000 Plätze der 440 Workshops belegt. Der älteste aktive Turnfestteilnehmer war 101 Jahre alt !!
Auch die Zeller Turnerinnen und Turner waren wieder mit einer großen Delegation bei diesem sportlichen Großereignis vertreten. Der älteste aktive Turnfestteilnehmer vom Zeller Turnverein war Karl Gissler, mit fast 89 Jahren!

18. - 25. Mai 2002 31. Turnfest Leipzig

 

 

12. Oktober 2002       125 Jahre Turnverein

Mit einem großen sportlichen Gala-Abend in der Ritter-von-Buß-Halle wurde dieses Jubiläum gefeiert. 
Unter dem Motto „Wir bleiben in Bewegung!“ traf sich die große Turnerfamilie aus nah und fern. Jung und Alt, ehemalige und derzeitige Turner trafen sich um Erinnerungen auszutauschen, und gemeinsam zu feiern, Freundschaften zu vertiefen oder neu zu bilden.

12. Oktober 2002 125 Jahre Turnverein
 
 
2006       Der Verein der Zukunft - Eröffnung der Vereins-Geschäftsstelle

Um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen erstellt der Turnverein unter dem Motto „Unser Verein in der Zukunft“ eine Studie welche Herausforderungen zu bewältigen sein werden. 
Die erarbeiteten Ergebnisse führten zu konkreten Maßnahmen die Schritt für Schritt umgesetzt werden. In diesem Zuge wurde eine eigene Geschäftsstelle gegründet, da die Verwaltung der Vereinsgeschäfte mit 2 eigenen Sporthallen in ehrenamtlicher Tätigkeit nicht mehr bewältigt werden konnte. Da sich ein Trend zu zeitlich begrenzten Aktivitäten in der Gesellschaft zeigt, wurden Kursangebote eingeführt, um die zusätzliche finanzielle Belastung durch die Geschäftsstelle auszugleichen. Somit erfolgte gleichzeitig eine Erweiterung des Leistungsspektrums des Vereins.

 
 
2010       Bau einer Photovoltaik-Anlage

Nachhaltigkeit ist ein Thema das immer wichtiger wird. Im Jahre 2010 hat sich der Turnverein deshalb entschlossen auf den Dachflächen der vereinseigenen Hallen eine Photovoltaikanlage mit knapp 30 kWp zu errichten. Im Hinblick auf steigende Kosten für die Erhaltung des Turnbetriebs war dies eine langfristig angelegte Investition um auch in Zukunft mit den Erträgen der Photovoltaik Anlage die notwendigen Investitionen für Turngeräte und Renovierungen aufrecht erhalten zu können.

 
 
2011       Gauschülerturnfest in Zell a. H.

Das Gauschülerturnfest ist die größte Sportveranstaltung im Kinder- und Jugendbereich in der Ortenau. In über 50 Wettkämpfen treten 1.500 Kinder in den Disziplinen Geräteturnen, Leichtathletik, Rope Skipping, Gymnastik und Schwimmen gegeneinander an.
Mit der Fertigstellung des neuen Stadions in Zell war die Grundlage geschaffen auch solche Veranstaltungen in Zell durchzuführen. Im Zuge der Stadioneröffnung war der TV Zell zusammen mit dem TV Unterharmersbach Gastgeber für das Gauschülerturnfest 2011.

 
 
2012       Landestreffen der Historischen Bürgerwehren

Ein solches Großereignis erfordert die gesamte Leistungsfähigkeit einer Gemeinde. Der TV Zell übernahm über 3 Tage und 2 Nächte rund um die Uhr die komplette Verpflegung von ca. 1.200 Teilnehmern und Gästen auf dem Festplatz im Städtle. Die vereinseigenen Hallen und Räumlichkeiten wurden als Massenquartier zur Verfügung gestellt.

 
 
2015       Hallenrenovierung

Die intensive Nutzung der Sporthallen hinterlässt Spuren. Im Zuge de Renovierungsarbeiten 2015 wurden neue Fenster und neue Außentüren in Aluminium eingebaut. Der Sportboden musste grundsaniert werden. Er wurde komplett abgeschliffen, neu versiegelt und mit neuen Feldeinteilungen versehen. Die Gebäude wurden außen und innen neu gestrichen. 
Zur Unterbringung von Arbeitsgeräten und Material wurde zusammen mit dem Fußballverein ein Geräteschuppen hinter der Halle errichtet.

 
 
2016       Bau eines Beach-Volleyballfeld

Beach-Volleyball ist eine Sportart, welche sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Deshalb spielte die Volleyball-Abteilung des TV Zell Beach-Volleyball zunächst auf den Plätzen im Schwimmbad. Da ein regelmäßiger Spielbetrieb aber nicht planbar war, entstand die Idee einen eigenen Beach-Volleyball-Platz anzulegen. 
Auf dem Rasengrundstück hinter den Sporthallen war hierfür ein idealer Platz. Durch eine enorme Kraftanstrengung der Volleyballabteilung sowie durch deren eigene finanzielle Unterstützung konnte auch dieses Projekt erfolgreich umgesetzt werden.

 
 
2019       Geräteanschaffungen

Ein finanzieller Kraftakt ist die Anschaffung von Großgeräten. Durch einem sorgsam ausgearbeiteten Wirtschaftsplan in Verbindung mit Sponsorengeldern konnte so 2019 eine komplette Seitpferdanlage, ein neuer Olympiabarren sowie ein neues Spannreck mit den jeweils dazu passgenauen Mattensätzen sowie ein neuer Bodenläufer angeschafft werden. Zusätzlich wurde verschiedene Kleingeräte und Bänke investiert. 
In der Gymnastikhalle wurde eine bruchsichere Spiegelwand mit einer Fläche von 7 m x 2,5 m eingebaut, sowie eine Grundreinigung des Schwingbodens umgesetzt.

 

 

 


Ein Ausschnitt zur Vereinsgeschichte aus der Literatur: 125 Jahre Turnverein 1877 e. V., Zell a. H., 2002

Entnommen: Dieter K. Petri, Zell am Harmersbach im Wandel der Zeit, Zell a. H. 2010, S. 351-354

 

Am 21.1.1877 findet eine erste Versammlung statt, die den Willen zu einer Vereinsgründung bekundet. In der Satzung wird als Leitidee die „Pflege und Förderung des Turnens“ zur „Stärkung des Körpers und Geistes“ vereinbart. „Ordnung, Sittlichkeit, Berufstreue und Brudersinn“ werden als Garanten für ein „schönes Zusammenleben im Verein“ ­betrachtet. Diese Werte seien nicht nur anzustreben, sondern zu „überwachen“, heißt es streng. Geturnt wurde sommers im Hof des Badischen Hofs und winters in der Scheune des Gasthauses Raben. Am 21.2.1877 befasst sich der Stadtrat mit dem „Gesuch ­mehrerer junger Leute ... um Überlassung eines Turnplatzes und Gerätschaften.“ Der Rat hat daraufhin die städtische Wiese bei der Lenzschen Ehrensäule für eine Nutzung durch Schul- und Vereinsturnen in Aussicht gestellt. Vier Monate später, am 8.6.1877, lässt er ein „Häuschen auf den Turnplatz“ stellen und einen „Sprungkasten“ anlegen.

 

Den Turnern wurde das „Häuschen“, das wohl nur zur Unterstellung der Geräte dienen sollte, auf Dauer zu klein. Zwei Jahre nach der Errichtung bitten sie den Rat, ihnen das erforderliche Holz für eine Erweiterung kostenlos zur Verfügung zu stellen, was auch gewährt wird. 1880 steigt im Sommer ein erstes Turnfest. 1883 spendiert der Stadtrat zum Bau eines neuen Gebäudes „15 Gerüststangen“ und ein „Stämmchen“ Bauholz. Ein Sturm im Januar 1884 hat leichtes Spiel mit der einfachen Holzkonstruktion und legt sie um. Unverdrossen machen sich die Turner an den Wiederaufbau. Die Turnwiese steht dem Verein immer erst nach der Ernte­zeit zur Verfügung. Dementsprechend findet 1886 das Schauturnen erst am im Oktober statt. Wenn die Witterung eine Veranstaltung im Freien nicht zulässt, dürfen die Turner ihre Künste in der „Städtischen Turnhalle“ zeigen. Aus heutiger Sicht ist diese Bezeichnung irreführend. In Wirklichkeit handelte es sich um einen Schopf zwischen dem Schöttgenhaus, das als Schulhaus diente und dem Storchenturm. Das Gebäude diente regulär dem Schulturnen.

 

1896 baut die Stadt ein neues Rathaus. Der Wochenmarkt, der bislang unter den Arkaden des alten Rathauses abgehalten wurde, zieht in die „Städtische Turnhalle“ um. Das Schulturnen findet von da ab in der Turnhalle des Turnvereins statt. Sie steht auf städtischem Eigentum. Im Sommer 1898 wird eine Vereinsfahne in Auftrag gegeben, was für das Vereinsbewusstsein damals eine bedeutende Anschaffung war. Gemäß der Tradition finden sich darauf vier F zu einem Kreuz gefügt. Sie stehen für die Parole „Frisch, Fromm Fröhlich, Frei.“ Zum Fest überlässt die Stadt dem Verein ihre Salutkanonen. 1903 richtet der Verein das Gauturnfest aus. Er darf hierzu auf dem Marktplatz (heute Kreisverkehr) Schaubuden und ein Karussell aufstellen.

 

Besonderer Beliebtheit erfreut sich bei den Turnerinnen und Turnen das Singen und Theaterspielen. 1903 wagt man sich gar an Albert Lortzings komische Oper „Czaar und Zimmermann“. Die Veranstaltung muss gut angekommen sein, denn 1907 parodiert man Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“. Das Theaterspielen an Dreikönig wird zur festen Tradition im Vereinsjahr. Während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) kommt der Turnbetrieb zum Erliegen. Aber schon im September 1919 findet für die Öffentlichkeit wieder ein Schauturnen statt. 1921 spendiert die Stadt vier Seile für ein Hochreck („Schwebereck“). Hinzu kommt noch ein Trapez, um dem Geschick der Zirkuskünstler nachzueifern. 1925 erweitert der Verein die Halle um einen harmonisch wirkenden Anbau. 1928 benennt der Stadtrat auf Anregung des Turnvereins die zur Halle führende Straße nach Turnvater Jahn.

 

Als 1939 Hitlerdeutschland den Krieg beginnt, werden die Männer eingezogen. Ein Turnbetrieb findet nicht mehr statt. 1942 beschlagnahmt die Wehrmacht die Turnhalle für die Rüstungsproduktion der Zeller Firma Prototyp und der Offenburger Firma Martin. Die dabei herangezogenen Zwangsarbeiter werden in den nahen Baracken entlang des Fußballplatzes untergebracht. Nach dem Krieg hebt die französische Militärregierung die bestehenden Vereine auf. 1947 genehmigt sie einen „Verein für Leibesübungen“, in dem Fußball, Turnen, Schwer­athletik und Tennis als Abteilungen vereinigt sind. Zum Vorsitzenden wird Tierarzt Dr. Alfred Gropp bestimmt. Erst am 19.11.1949 erfolgt die erneute Gründung eines selbstständigen Vereins. Triebfeder ist dabei August Harter, der im Übrigen als aktiver Turner auf Wettkämpfen beachtliche Erfolge erzielt.

 

Jugendturnwart Karl Gießler erreicht beim Jugendgauturnen in Urloffen mit seiner Riege die Note „vorzüglich“. Der Verein kümmert sich auch um den Schwimmsport. 1954 erreicht Otto Kornmayer beim Badischen Landesturnfest in Freiburg beim Schwimmwettkampf den 1. Preis. Die Unterstützung des Turnvereins durch die Stadt setzt sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg fort. 1951 wird dem Verein das Grundstück, auf dem die Fertigungshalle der Offenburger Firma Martin steht, kostenlos überlassen, mit der Auflage, dass sie dem Schulsport unentgeltlich zur Verfügung steht. (Die Firma Martin hatte ihre Produktion während des Krieges aus Sicherheitsgründen von Offenburg nach Zell a. H. verlegt.) 1955 erhält der Turnverein für eine Umrüstung der Fertigungshalle von der Stadt ein zinsloses Darlehen von 900 DM, das er nach Kassenlage zurückbezahlen kann. Ein Jahr später wird ihm die Schuld erlassen. Die Großzügigkeit verdankt sich dem beginnenden Wirtschaftswunder.

 

1958 wird unter Vorstand Hans Rubi in Eigenarbeit mit dem Innenausbau der einstigen Industriehalle zu einer modernen Turn- und Festhalle begonnen. Nach der Einweihung am Dreikönigstag 1961 wird sie regelmäßig von der Stadt angemietet, um die Unterhaltungsabende für die Feriengäste durchzuführen. Auch für die großen Tanzabende mit Ludwig „Junkert’s Big Band“ erweist sich die Halle als ideal. Bis zum Bau der eigenen Mehrzweckhalle am Bildungszentrum Ritter-von-Buß 1975 bietet die Halle des Turnvereins in Zell die einzige Räumlichkeit für Großveranstaltungen, sei es der Stadt oder der Vereine. Der Bezug einer neuen Halle wurde 1961 zum Anlass ­genommen, die Kunstturnmeisterschaften des Turngaus Ortenau nach Zell zu holen. Am Seitpferd holte sich Peter Armbruster den ersten Preis. Hans Damm vom Nachbarturnverein Unterharmersbach kam mit seiner Übung am Reck gleichfalls auf Rang 1. In den Siebziger Jahren führt Hans Willmann eine Leistungsriege mit 20 Mädchen. Bei der süddeutschen Ausscheidung von „Jugend trainiert für Olympia“ erreicht der Kader in den Disziplinen Boden, Balken, Sprung und Stufenbarren den zweiten Platz und verfehlte so nur knapp die Fahrt nach Berlin.

 

Beim Badischen Landesturnfest 1980 in Lahr sind die Turner aus der Riege von Peter Armbruster besonders erfolgreich. Im Wahlwettkampf erreichen Veit Matt den 1., Christoph Armbruster den 2. und Pirmin Lehmann den 3. Platz. Bereits 1967 hatte Hans Willmann damit begonnen, Skifreizeiten zu organisieren. 1982 trägt Reinhard Schwenden­mann den Wunsch nach Gründung einer Skiabteilung vor. In der Folge werden in jedem Winter Skikurse angeboten und Wochenendfahrten in attraktive Skigebiete organisiert. Kursabende für Skigymnastik dienen der körperlichen Vorbereitung. Ab 1997 kommen im Winter auch Snow-Board-Kurse hinzu. Ski-Basare, bei denen die „Bretter“ getauscht werden konnten, werden vor allem für die erschwingliche Ausrüstung der Kinder wichtig. 1992 beschließen die Übungsleiter des Turnvereins Zell, Winfried Schwarz und Rainer Kuderer, mit den Übungsleitern des Turnvereins Unterharmersbach, Klaus Steinborn und Josef Hertig, den Turnernachwuchs gemeinsam zu trainieren. 1996 veranstalten die beiden Vereine einen gemeinsamen Unterhaltungsabend unter dem Motto „Turnen verbindet“. 2001 wurde eine zweite Halle in Betrieb genommen. Sie dient der Gymnastik. Seit 2006 führt Sybille Nock den Verein, der 2009 rund 850 Mitglieder zählt.

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